Winter im Flachland

Heute Nacht hat es geschneit – sieht schön aus, wird sich aber nicht lange halten. Tagsüber sollen die Temperaturen schon wieder über null Grad steigen.

Bin ich schon so alt?

Neulich beim Frisör:

In dem kleinen Wartebereich waren beide Stühle besetzt. Ein jungen Frau (ca. 19 Jahre alt) bot mir ihren Stuhl an. Das lehnte ich natürlich dankend ab. Ich kann schon noch 10 Minuten stehen.

Eigentlich schön, dass es noch junge Menschen gibt, die höflich gegenüber älteren sind. Auf der anderen Seite wurde mir aber so deutlich, dass ich jetzt dann doch wohl zur älteren Generation gehöre – so ist das halt.

Umwelt egal?

Heute morgen auf dem Weg zum Bäcker parkte ein Auto an der Straße hinter dem Wald. Ich sah noch wie der Fahrer einen Sack für Gartenabfälle ausschüttelte und in den Kofferraum legte. Einigermaßen perplex fuhr ich erst mal an dem Auto vorbei.

Bei der späteren Runde mit dem Hund entdeckte ich an derselben Stelle einen Haufen Rasenschnitt.

Wie dreist sind denn einige Mitmenschen?

Das Kompostwerk des Kreises ist nur ein paar Kilometer entfernt – aber da muss man ja eine Gebühr bezahlen. Auch am Recyclinghof der Gemeinde könnte man Grünabfälle abgeben.

Unglaublich!

Leider war ich ob solcher Dreistigkeit zu überrascht und habe das Kennzeichen nicht aufgeschrieben …

Zwei Monate später

Inzwischen sind mehr als zwei Monate vergangen und ich bin im “neuen Lebensabschnitt” angekommen. Es gefällt mir gut. Abends kann man interessante Sendungen im Fernsehen bis zum Ende anschauen – man muss ja morgens nicht zu einer bestimmten Zeit raus. Der Tagesablauf ist echt entspannt. Das genieße ich schon sehr. Alle zwei Wochen treffe ich mich mit einem Kreis sportlicher Rentnerinnen und Rentner zu einer gemeinsamen Radtour, jetzt im Winter wird allerdings eher gewandert.

Zwischenzeitlich wurde ich gefragt, ob ich mich für ein Projekt engagieren will, das junge Menschen bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle und dann während der Ausbildung unterstützt. Das klingt sehr spannend, da werde ich gerne mitwirken. Demnächst kann ich ja mal darüber berichten, wie sich das entwickelt.

Unser Hund Max, ein Labrador, ist Anfang November im Alter von dreizehn Jahren gestorben. Da war unsere gesamte Familie sehr traurig. In einer so langen Zeit gewöhnt man sich an ein Tier, es ist quasi ein Familienmitglied. Tröstlich ist, dass er nie krank war und auch am Ende nicht leiden musste. Seine Zeit war wohl abgelaufen. Jetzt muss ich halt alleine meine Runden drehen, nicht mehr zweimal täglich aber doch recht regelmäßig.

Also – mir geht es gut, jetzt kann Weihnachten kommen.

Feierabend

Bild: simon45 / pixelio.de

Bild: simon45 / pixelio.de

Heute war mein letzter Arbeitstag, ab Samstag bin ich offiziell Rentner.

Der letzte Arbeitstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück der verbliebenen Kolleginnen und Kollegen – ein wenig wehmütig aber auch mit positiven Blicken in die Zukunft.

Die Jahre, die ich im Bertelsmann Club verbracht habe, hatten Höhen und Tiefen. Gern erinnere ich mich natürlich an die schönen Dinge: Die kollegiale Zusammenarbeit, das angenehme Arbeitsklima und letztlich natürlich die legendären Betriebsfeiern.
Ich habe mit interessanten Menschen zusammen gearbeitet, viel gelernt und reichlich positive Erfahrungen gesammelt. Das wird mir in Erinnerung bleiben.

Ab morgen wird der Tagesablauf ein anderer sein. Viele sagen ja, am Anfang sei es wie Urlaub. Den werde ich erst mal genießen und mich dann auf neue Aufgaben stürzen – aber in aller Ruhe 😉

Spätsommer genießen

WP_20160906_15_34_21_Pro (2)Herrliches Wetter heute!

Nachdem ich das Auto meiner Liebsten gewaschen und poliert habe, liege ich jetzt im Garten in der Sonne und genieße den Spätsommer…

Meine Erfahrungen mit dem e-Bike

Impressionen von unterwegs

Im April habe ich mir ein e-Bike (Pedelec) von Hercules gekauft. Nach vier Monaten kann ich ein paar Erfahrungen mit dem Elektrofahrad weitergeben:

Warum habe ich mich für das Hercules Roberta Alivio 8 entscheiden?

Das Rad bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es hat hydraulische Bremsen und eine 8-Gang Kettenschaltung von Shimano. Für 1899€ erhält man es mit einem 300Wh-Akku, ich habe mich für den großen 500Wh-Akku entschieden. Damit kostet es 2199€. Ich habe auch Räder für 3000€ und mehr angesenhen oder ausprobiert. Das war mir dann aber doch zu viel. Mit dem Hercules bin ich voll zufrieden.

Beim Preis waren die Fahrradhändler, bei den ich das Rad angefragt habe, sehr spröde. Es scheint, dass aufgrund der aktuell großen Nachfrage nach e-Bikes Rabatte kaum möglich sind. Auf einen Onlinekauf wollte ich mich bei einer solchen Investition nicht einlassen. Es war mir wichtig, einen Fachhändler mit Werkstatt vor Ort zu haben. Bin ja sonst nicht ängstlich, wenn es ums Schrauben geht. Aber mit dieser Technik verlasse ich mich zunächst mal lieber auf die Fachwerkstatt.

In Rietberg

Und wie sind die Erfahrungen? Da bin ich voll begeistert. Es macht riesigen Spaß, mit der Motorunterstützung unterwegs zu sein. Meistens reicht es, die niedrigste Stufe einzustellen. Gegenwind? Kein Problem. Einfach kleineren Gang wählen und die Motorunterstützung eine Stufe höher, schon lacht man nur noch über den Wind. Am Berg (davon gibt es hier im Münsterland nicht so viele) gilt dasselbe.

Mit dem großen Akku kommt man gut klar. Bei kleinster Unterstützung, voller Ladung und normaler Fahrweise (so um 22/23 km/h) wird eine Reichweite von deutlich über 100 km angezeigt. Habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber nach einer Strecke von 50 km wird immer noch mindestens 50% der Akkuleistung angezeigt. Man muss sich also keine Sorgen machen, ob die Kraft auch noch für den Rückweg ausreicht.

Das Ende ist in Sicht!

img_0045-1Morgen beginnt der letzte Monat meines Arbeitslebens – bin gespannt, wie es sein wird, wenn ich dann im Oktober gar nicht mehr ins Büro muss. Ich lasse das locker auf mich zukommen und habe keine festen Pläne für das Rentnerdasein gemacht. Durch meine Arbeit in der Kommunalpolitik ergibt sich schon der ein oder andere Termin auf den man sich auch vorbereiten muss – dafür habe ich dann ja genügend Zeit. Haus, Garten und andere Hobbys gibt es ja auch noch.

Für die Landtagswahl im nächsten Jahr habe ich mich als Mitglied des Wahlkampfteams für Susanne Kohlmeyer gemeldet. Also: Keine Bange vor dem Rentnerleben!